18. BOZNER FILMTAGE
21. - 25. April 2004

   Die Idee hinter der Organisation der Filmtage ist es, Filme der uns räumlich am nächsten liegenden Ländern zu zeigen, Einblicke in deren sich stetig wandelnde Kultur zu geben, und auch solche Filme ins Programm zu nehmen, die im Kino kaum eine Chance haben, gezeigt zu werden. Nicht nur in Amerika, auch in Europa verdrängen zunehmend gezielte Marktstrategien und mit viel Geld lancierte Projekte kreative Kunstproduktionen, die sich eben nicht diesem Marktdruck aussetzen können und wollen. Das gilt auch für die lokale Filmproduktion.

   Ein Anliegen der Filmtage ist es auch, darauf aufmerksam zu machen, was auf lokaler Ebene passiert, jenseits einer offiziellen institutionalisierten Filmförderung. Auch hier wollen wir jungen Filmemachern, aber auch etablierteren, eine Plattform bieten. 

   Seit 2003 veranstalten die Bozner Filmtage auch einen Wettbewerb, der mit zwei Preisen ausgestattet ist. Sechs neue Filme aus Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz konkurrieren um den Preis des Landes Südtirol und den Publikumspreis. Den Preis des Landes Südtirol vergibt eine internationale Fachjury, der Publikumspreis, gestiftet von  der Stadt Bozen, wird mittels Stimmkarten vom Publikum des Festivals ermittelt. 

   Die Bozner Filmtage bauen seit Jahren auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen Filmfestivals, so dem Internationalen Filmfestival Innsbruck oder den Hofer Filmtagen, aber auch mit anderen Organisationen im Bereich Film, wie dem FilmFernsehFonds Bayern, dem Goethe-Institut, der DEFA-Stiftung. Durch diese Kontakte ist es gelungen, namhafte Persönlichkeiten aus dem Bereich Kino nach Bozen zu holen, und interessante, zum Teil noch wenig bekannte Filmproduktionen bei den Filmtagen zu zeigen. Dem Kinopublikum wollen wir die Möglichkeit bieten, besondere Filmereignisse nicht nur punktuell wahrzunehmen, sondern einen konzentrierten Ausschnitt aus den Film- und damit Kulturschaffen verschiedener, uns auf einer Art verbundener Regionen zu bieten; und vor allem die Chance, mit den Regisseuren, Schauspielern, Produzenten, Verleihern ins Gespräch zu kommen und sich inhaltlich und formal mit dem Medium Film auseinander zu setzen.