Bozner Filmtage                             


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BOZNER FILMTAGE   

         


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Die 20. Bozner Filmtage finden statt
vom 5. April bis 9. April 2006

Rückblick 2005
 
Vom 13. - 17. April wurden im Rahmen der 19. Filmtage 26 Langfilme und 11 Kurzfilme aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt. Beim Spielfilmwettbewerb, der zum dritten Mal ausgerichtet wurde, konnte heuer ein Film, TOUT UN HIVER SANS FEU von Greg Zglinski, sowohl den Preis des Landes Südtirol als auch den Publikumspreis gestiftet von der Stadt Bozen gewinnen. Die Neuerung im heurigen Jahr war der Dokumentarfilmwettbewerb, der mit der finanziellen Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse durchgeführt werden konnte. Sechs Filme konkurrierten um den Preis für den besten Dokumentarfilm, als Sieger ging DIE KOMMUNE DER SELIGEN von Klaus Stanjek hervor. Dem Dokumentarfilm PICCOLA PESCA von Enrico Pitzianti wurde eine lobende Erwähnung ausgesprochen.
Die Festivalveranstaltungen besuchten heuer fast 4.000 Personen, das bedeutet eine Steigerung von über 30% gegenüber dem Vorjahr.
Die Eröffnung mit dem Film ONE DAY IN EUROPE von Hannes Stöhr in Anwesenheit den Schauspielers Florian Lukas wurde zu einer überaus gelungenen Veranstaltung. Ein weiteres Highlight war die Anwesenheit von Julia Jentsch und Marc Rothemund, Hauptdarstellerin und Regisseur des Films SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE, bei der Preisverleihung am Samstag Abend. Julia Jentsch zählt zu den jungen, aufstrebenden Schauspielerinnen Deutschlands, ihre bisher wichtigste Auszeichnung erhielt sie auf der Berlinale 05 eben als beste Schauspielerin in SOPHIE SCHOLL.
Auch die heimische Filmszene war bei den Filmtagen wieder präsent: Der Zelig-Abend mit der Premiere von IL TALENTO von Federico Campana erlebte einen wahren Publikumsansturm. Im Dokumentarfilmwettbewerb zeigte Karl Schedereit seinen Amerika-kritischen Film I LIKE AMERICA und in einem Special-Programm waren alle sechs Folgen der RAI-Produktion BOMBENJAHRE von Christoph Franceschini zu sehen.
Informativ und unterhaltsam zugleich waren die AUFKLÄRUNGSFILME AUS DER DDR, die Ralf Schenk, Filmhistoriker aus Berlin, den zahlreichen Besucherninnen und Besuchern präsentierte. Die filmischen Leckerbissen aus den Archiven der DEFA sind in den letzten Jahren zu einem fixen Bestandteil der Filmtage geworden und haben ihr Publikum gefunden.
Die filmische Hommage IN MEMORIAM WERNER STOCKER, zur Erinnerung an den so früh verstorbenen Schauspieler, wurde von einer Ausstellung begleitet, die von Dana Vávrová, langjährige Filmpartnerin von Werner Stocker, und Peter Reinholz, Nachlassverwalter von Werner Stocker, eröffnet wurde.
In einem Fachgespräch zur Situation der Kinos in Südtirol diskutierten Kinobetreiber, Verleiher und an Kinokultur Interessierte über die Zukunft des Kinos hierzulande.